Allg. Informationen über Krebs
Wie viele Kinder erkranken jedes Jahr an Krebs?
Das Register erhält jedes Jahr etwa 1800 Meldungen über Neuerkrankungen. das bedeutet, das von 100.000 unter 15-jährigen Kindern pro Jahr etwa 14 an Krebs erkranken. Die Leukämien stellen mit etwa einem Drittel der Fälle die häufigsten Diagnosengruppe dar. Das heißt, es erkranken jährlich etwa 600 Kinder an Leukämie. Die zweithäufigste Diagnosengruppe bilden die Hirntumoren. Bei Säuglingen und Kleinkinder treten Krebserkrankungen deutlich häufiger auf als bei älteren Kindern. Mädchen erkanken etwas seltener als Jungen.
Was weiß man über die Ursachen von Krebserkrankungen im Kindesalter?
Trotz intensiver Forschungsarbeit kennt man bisher nur wenige Ursachen für bösartige Erkrankungen im Kindesalter. Man weiß zum Beispiel, dass starke radioaktive Strahlung Krebs erzeugen kann. Weitere Zusammenhänge zwischen Umwelteinflüssen und der Entstehung von Krebserkrankungen sind bei Kindern nahezu unbekannt. Allerdings sind sie auch viel schwieriger nachzuweisen als bei Erwachsenen. Es gibt einige seltene Tumorekrankungen, die vererbt werden und daher in bestimmten Familien gehäuft auftreten.
Welche Möglichkeiten hat das Kinderkrebsregister bei der Ursachenforschung?
Ein Schwerpunkt der Arbeit des Kinderkrebsregisters ist die Ursachenforschung. Einerseits beobachten wir mögliche zeitliche Veränderungen. Anderseits untersuchen wir Erkankungshäufungen in bestimmten Gegenden. Immer wieder erreichen uns Anfragen von Gesundheitsämtern, von einzelnen Ärzten sowie von betroffenen Eltern, denen vermehrte Krebserkrankungen aufgefallen sind. Falls eine Prüfung unserer Daten eine aufgefallen sind. Falls eine Prüfung unserer Daten eine solche Häufung bestätigt, kann das Register die weitere Ursachensuche unterstützen. Neben regionalen Untersuchungen führt das Register auch größere wissenschaftliche Studien durch. In der größten dieser Studien haben wir etwa 2500 Familien mit erkrankten und ebenso viele Familien mit nicht erkrankten Kinder befragt. Wie auch in einer Reihe großer Studien aus anderen Ländern hat sich dabei gezeigt, dass Umweltfaktoren ein geringerer Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen bei Kindern zukommt als früher angenommen.
Therapieerfolge
Kinder mit Krebserkrankungen haben heute eine Heilungschance von mehr als 75%. Dieser Erfolg beruht im Wesentlichen auf den seit 25 Jahren kontinuierlich durchgeführten Therpieoptimierungsstudien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämalogie. Mehr als 90% aller an Krebs erkankten Kinder und Jugendlichen in Deutschland werden auch auf Grund dieser Erkenntnisse nach tragen beständig zur Verbesserung der Behandlungsmögtlichkeiten bei. Nach der Heilung ihrer Erkankung könne die meisten Kinder ein weitgehend normales Leben führen. Die Langzeitbeobachtung ehemaliger krebskranker Kinder und Jugendlicher ist jedoch notwendig, um im Einzelfall Spätfolgen und die Entwicklung möglicher Zweittumoren erkennen zu können.
Tipps

Veränderungen wagen - einige vorbeugende Hinweise
- "Ich vermeide Übergewicht."
Übergewicht ist Ursache für verschiedenste Krankheiten und eine erhöhte Sterblichkeit. - "Ich bewege mich täglich."
Die tägliche Betätigung reduziert die Gefahr, an Krebs zu erkranken. - "Ich esse mehr frisches Obst und Gemüse."
Erhöhen Sie Ihren Verzehr an Obst und Gemüse sowie an ballaststoffreichen Getreideprodukten. Nehmen Sie täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse zu sich. Begrenzen Sie die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die reich an tierischen Fetten sind. - "Ich schütze mich vor der Sonne."
Vermeiden Sie übermäßige Sonnenbestrahlung und Sonnenbrände. Dies gilt insbesondere für Kinder und Heranwachsende. Wer zu Sonnenbränden neigt, sollte sich gezielt schützen. - "Ich schütze mich vor krebserregenden Stoffen."
Halten Sie Vorschriften ein, die Sie von einem Kontakt mit krebserregenden Stoffen schützen. Befolgen Sie die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften über Substanzen, die Krebs verunsachen können und die Ratschläge des Bundesamtes für Strahlenschutz. - "Ich lasse mich gegen Hepatitis B impfen."
Nehmen Sie an Programmen zur Impfung gegen Hepatitis-B-Viusinfektionen teil. So können Sie sich vor Leberkrebs schützen.
